Pilgerbericht Flüeli-Ranft Brünigpass (Lungern Bahnhof)
- Elsbeth Kirchhofer
- 24. März
- 1 Min. Lesezeit
24.03.2026 / gemäss Reiseführer 23km 6h 40min 820 hoch und 540 runter
Am Morgen lag noch Stille über Flüeli-Ranft. Ein Ort, der nicht laut beeindruckt, sondern leise wirkt. Ich ging mit einem ruhigen Herzen los – und mit dem Ziel, heute bis auf den Brünig zu kommen.
Der Weg führte mich nach Sachseln, dem See entlang, weiter Richtung Giswil. Beim Zollhaus, durch kleine Dörfer, über Kaiserstuhl und Bürglen – Schritt für Schritt, Kilometer für Kilometer.
Es war kein spektakulärer Abschnitt. Keine dramatischen Ausblicke. Kein großes Staunen. Stattdessen ein gleichmäßiges Gehen, ein leiser Dialog mit mir selbst.
Irgendwann wurden die Beine schwer. Nicht plötzlich. Sondern schleichend.
Der Kopf sagte noch: „Du wolltest doch bis Brünig.“
Der Körper antwortete klarer: „Heute nicht.“
In Lungern stand ich am Bahnhof und musste kurz schlucken. Ein Teil von mir war enttäuscht. Ein anderer Teil wusste: Genau das ist Pilgern.
Nicht stur durchziehen.
Nicht gegen sich kämpfen.
Sondern hinhören.
Ich nahm die Bahn. Und mit ihr die Erkenntnis, dass Stärke manchmal leiser ist, als wir denken.
Der Weg geht weiter. Morgen wieder zu Fuß.








































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