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Pilgerbericht Bourg-Argental - Saint-Sauveur-en-Rue

  • Elsbeth Kirchhofer
  • 26. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

26.05.2026

Die heutige Etappe begann etwas anders als üblich:

Von Chavanay bis Bourg-Argental – rund 26 Kilometer – wurde ich von meiner gestrigen Gastmutter gefahren, welche mir, während der rund 30minütigen Fahrt, noch dies und das erzählte, über die Landschaft.


Eine grosse Erleichterung für meine Beine, Füsse und besonders meine Waden.


Bevor wir losfuhren, organisierte ich zudem noch das eine oder andere für meinen Ausschlag selber.


Unterwegs merkte ich, dass noch etwas fehlt und die heutige Gastmutter kümmerte sich unglaublich lieb und besorgte mir sogar eine Salbe beziehungsweise ein Präparat dafür. Solche Hilfsbereitschaft unterwegs berührt mich immer wieder sehr.

Ab Bourg-Argental lief ich dann den offiziellen Jakobsweg weiter bis La Gare, dem ehemaligen Bahnhof von Saint-Sauveur-en-Rue.

Direkt oberhalb befindet sich meine heutige Unterkunft: die Gîte d’étape Paysan.

Gleich nach dem Start, nach dem ich endlich die gefährliche Strasse verlassen konnte, kam ich an einen herrlichen Ort und wenn ich nicht erst gestartet wäre, hätte ich heute die Füsse darin gebadet. So machte ich sitzend eine längere Pause und ass das Mitgebrachte.

Unterwegs passierte ich die Weiler Mounes mit einer sehr schönen Gîte d'étape, dann Badol, La Chaussée, Lochette, Board und Les Chiroux.

Und ehrlich:

Diese Strecke war wunderschön und hatte viele schattige Abschmitte.

Der Weg verlief grösstenteils auf einer ehemaligen Bahnlinie. Die Gleise sind längst verschwunden, doch die alten Eisenbahntunnel und Brücken erzählen noch immer von dieser Zeit.

Besonders beeindruckend war die Überquerung des Viaduc de la Poulette, erbaut zwischen 1880 und 1882. Ein wunderschönes Bauwerk mitten in der Natur.

Bei der heutigen Hitze waren einzig die immer zahlreicher werdenden Insekten etwas mühsam. Und die Tatsache, dass sich ein heftiges Gewitter zusammenbraut!

Da die heutige Strecke zu Fuss nur etwa 8 Kilometer betrug, konnte ich bereits ab 16 Uhr die Füsse hochlagern und blieb trocken. Nach den letzten intensiven Tagen tut das unglaublich gut.


Heute war einer dieser Tage, an denen ich spüre:

Nicht nur das Weitergehen ist wichtig – sondern auch die kleinen Pausen dazwischen. 🤍


 
 
 

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