Pilgerbericht / Rückreisetag
- Elsbeth Kirchhofer
- vor 4 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
11.06.2026
Kurz nach 6.30 Uhr wurde ich vom geschäftigen Treiben im Schlafsaal geweckt. Nach und nach machten sich die Pilger für ihre nächste Etappe bereit, und auch für mich begann der Tag.
Ich packte meine Sachen zusammen, machte mich fertig und ging zum Frühstück, das ausserhalb der Unterkunft angeboten wurde.
Anschliessend lief ich zum Bahnhof von Saint-Jean-Pied-de-Port.
Dabei durfte ich mich durchaus glücklich schätzen, denn am Vortag hatten die französischen Transportunternehmen gestreikt. Umso erleichterter war ich, dass heute alle Verbindungen planmässig verkehrten.
Mit dem Zug ging es zunächst nach Bayonne.
Dort hiess es umsteigen und weiterfahren bis Paris Montparnasse.
Für den Wechsel zum Gare de Lyon, von wo mein TGV nach Zürich abfuhr, hatte ich rund zwei Stunden Zeit.
Anstatt die Metro zu nehmen, entschied ich mich spontan für einen Spaziergang quer durch Paris.
So führte mich mein Weg durch den Jardin du Luxembourg, vorbei an der Fontaine Médicis, weiter zum Panthéon und zur Pfarrkirche Saint-Étienne-du-Mont.
Natürlich durfte auch ein Besuch bei der Cathédrale Notre-Dame de Paris nicht fehlen.
Danach ging es entlang der Seine, durch den Jardin des Plantes und schliesslich weiter zum Gare de Lyon.
Von Bahnhof zu Bahnhof legte ich dabei rund acht Kilometer in etwas mehr als 90 Minuten zurück.
Selbst auf dem Heimweg konnte ich es also nicht ganz lassen, noch einige Kilometer zu Fuss unterwegs zu sein. 😊
Am Bahnhof kaufte ich mir noch etwas zum Abendessen, bevor ich meinen Platz im TGV einnahm.
Während draussen die Landschaft vorbeizog, blieb genügend Zeit, die vergangenen Wochen nochmals Revue passieren zu lassen.
Viele Kilometer.
Unzählige Begegnungen.
Neue Freundschaften.
Berührende Gespräche.
Grosszügige Unterstützung für Janik und mein Projekt.
Und unzählige Erinnerungen, die bleiben werden.
Mit kurzer Verspätung, kurz nach 21 Uhr, fuhr der Zug in Zürich ein.
Dort wurde ich von meinem Partner, Christof, in Empfang genommen.
Gesund, glücklich und voller Eindrücke durfte ich nach Hause zurückkehren.
Doch ganz abgeschlossen ist die Reise noch nicht.
Während der bevorstehenden Sommerpause laufen bereits die Vorbereitungen für den nächsten Abschnitt meines Jakobsweges.
Anfang September geht es weiter.
Dann wartet Spanien.
Und mit ihm das grosse Ziel dieser Pilgerreise:
Santiago de Compostela.
Bis dahin bleibt Zeit zum Ankommen, Erinnerungen sortieren und neue Kräfte sammeln.
Der Weg geht weiter. Schritt für Schritt. 🤍










































































































Was für eine gute Idee durch Paris zu laufen - genau so, darf es sein. Gutes Ankommen daheim und Planen für im September...