Pilgerbericht / Saint-Palais - Ostabat-Asme
- Elsbeth Kirchhofer
- vor 6 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
09.06.2026
Heute Morgen begann der Tag mit einem wunderbaren Frühstück. Auf dem Tisch standen frische Früchte, Müesli und viele weitere Köstlichkeiten, die einen perfekten Start in den Tag ermöglichten.
Da das Wetter am Morgen noch nicht besonders einladend war, nahm ich mir Zeit und unterhielt mich fast eine Stunde lang auf Englisch mit den beiden Gastgebern. Dabei erfuhr ich, dass die Betreuung der Pilgerunterkunft alle zwei Wochen wechselt und die Freiwilligen diese Aufgabe ohne Lohn übernehmen.
Immer wieder beeindruckt mich, wie viel Herzblut Menschen entlang des Jakobsweges investieren.
Eigentlich hätte ich mein Zimmer bereits um 9 Uhr räumen müssen. Weil ich das schlechte Wetter noch etwas aussitzen wollte, durfte ich länger bleiben. Die beiden Gastgeber waren sogar so hilfsbereit, dass sie für mich den Abwasch übernahmen.
Um die Zeit zu überbrücken, besuchte ich nochmals die Kirche und anschliessend das Museum.
Als ich gegen 11 Uhr meinen Rucksack holte und mich verabschiedete, überraschte mich einer der beiden Gastgeber mit einer weiteren Geste. Er drückte mir Geld für mein Projekt in die Hand.
Wieder so ein Moment, der mich tief berührt hat.
Anschliessend machte ich mich auf den Weg.
Nach kurzer Zeit wartete bereits der erste grössere Aufstieg auf mich. Kaum war dieser geschafft, ging es wieder bergab – nur um kurz darauf erneut steil anzusteigen.
Oben angekommen gönnte ich mir eine längere Mittagspause.
Die Landschaft war wunderschön und die Wolken hielten sich erfreulicherweise zurück.
Mein Weg führte mich von Saint-Palais über den Stein von Gibraltar, weiter zur Chapelle de Soyarza und nach Harambeltz bis nach Ostabat-Asme.
Besonders eindrücklich war heute die geschichtsträchtige Umgebung rund um den Stein von Gibraltar. Hier treffen verschiedene Jakobswege zusammen, bevor sie gemeinsam weiter Richtung Spanien führen.
Bis Harambeltz blieb das Wetter trocken.
Erst danach setzte leichter Regen ein, der mich auf den letzten Kilometern begleitete.
Meine heutige Unterkunft liegt etwa einen Kilometer hinter Ostabat-Asme.
Und was für eine Unterkunft mich dort erwartete!
Nicht nur die Umgebung war wunderschön, sondern es gab sogar einen Pool.
Nach der heutigen Etappe war das natürlich eine besonders willkommene Überraschung.
Mein Vierbettzimmer teile ich mit einer Pilgerin aus Neuseeland sowie zwei Pilgerinnen aus den USA.
Beim Abendessen sass zudem noch eine Pilgerin aus Australien mit am Tisch.
So wurde heute fast ausschliesslich Englisch gesprochen.
Natürlich kamen wir auch auf mein Projekt und die Geschichte von Janik zu sprechen. Es ist immer wieder spannend zu erleben, wie offen und interessiert Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern reagieren.
Das Abendessen war fantastisch und die Gespräche machten den Abend zusätzlich besonders.
Wenn ich auf den heutigen Tag zurückblicke, dann bleibt vor allem eines:
Die Herzlichkeit der Menschen.
Ob freiwillige Gastgeber, Mitpilger aus aller Welt oder Menschen, die mein Projekt unterstützen – immer wieder begegnen mir auf diesem Weg Menschen, die mehr geben, als ich erwarten würde.
Und genau solche Begegnungen machen diese Reise unvergesslich. 🤍










































































































































































































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