Pilgerbericht Bogis-Bossey - Versoix
- Elsbeth Kirchhofer
- vor 2 Tagen
- 1 Min. Lesezeit
09.04.2026
Der Tag begann im Château de Bossey – ein besonderer Ort, der noch nachwirkte, als ich mich auf den Weg machte.
Von Bogis-Bossey führte mich die Etappe über Founex, Coppet, Commugny, Tannay und Mies bis nach Versoix.
Ein grosser Teil der Strecke verlief entlang von Strassen. Funktional, direkt – allerdings weniger inspirierend als die Naturabschnitte der letzten Tage. Es fehlte ein wenig dieses typische Pilgergefühl von Ruhe und Abgeschiedenheit.
Was mich ebenfalls begleitete: die Suche nach einem Pilgerstempel. Ausser in Commugny gab es keine Kirche in unmittelbarer Wegnähe. Auch das gehört dazu – nicht jede Etappe erfüllt alle Erwartungen.
Das Wetter war durchgehend schön, sonnig und klar. Und doch fühlten sich die rund 23 Grad deutlich wärmer an. Die Hitze lag schwerer in der Luft als an den Tagen zuvor, die Schritte wurden langsamer, der Körper forderte mehr Pausen.
Eine Etappe, die weniger durch Highlights glänzte, sondern durch Durchhaltevermögen, auch wenn sie nur rund 10km lang war.
Gerade solche Tage zeigen, dass der Jakobsweg nicht immer spektakulär ist – sondern oft einfach ein ehrliches Vorwärtsgehen.
Und genau darin liegt auch seine Kraft. 🤍

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