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Pilgerbericht / Aroue - Saint-Palais

  • Elsbeth Kirchhofer
  • 8. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

08.06.2026

Heute führte mich der Weg von Aroue über die erste Abzweig-Variantenroute beim Hof Pagueguy vorbei.

Schon bald bekam ich einen treuen Begleiter: Ein Hund schloss sich mir an und lief über längere Zeit mit mir mit.

Erst bei der Kirche Saint-Just in Olhaïby konnte ich ein Auto anhalten. Der freundliche Herr brachte den Hund zurück, während ich meinen Weg fortsetzte.

Weiter ging es über die Höfe Casabonne und Jaureguiberry. Anschliessend führte der Weg über das Plateau von Archelako. Bei gutem Wetter hätte ich von dort wohl erstmals einen Blick auf die Pyrenäen werfen können. Doch heute war das Wetter nicht auf meiner Seite. Immer wieder setzte Nieselregen ein, und so hiess es laufend Regenkleider anziehen und wieder ausziehen.


Da die Temperaturen angenehm waren, musste ich zwar trinken, allerdings längst nicht so viel wie an den heissen Tagen zuvor. Dafür führte der häufige Wechsel zwischen Trinken und den notwendigen Pausen dazu, dass an eine gemütliche Essenspause kaum zu denken war.

Die letzten Kilometer vor Saint-Palais waren dann leider nicht besonders reizvoll. Vieles verlief entlang der Strasse. Und als ich mich dem Tagesziel näherte, öffnete der Himmel noch einmal richtig seine Schleusen. Rund zwei Kilometer vor Saint-Palais begann es kräftig zu schütten.

Heute übernachte ich im Refuge Les Franciscains. Die Unterkunft wird von zwei Holländern geführt. So kamen wir rasch ins Gespräch und unterhielten uns auf Englisch über mein Pilgerprojekt.


Da ich heute wohl der einzige Pilger bin, ging alles sehr ruhig zu. Nach dem Mittagessen gegen 15.30 Uhr und einer warmen Dusche machte ich mich noch auf den Weg zur Kirche.

Dort erlebte ich etwas, das mir auf meiner Pilgerreise bisher noch nie passiert ist: Ich wurde in der Kirche eingeschlossen. Nachdem ich mich bemerkbar gemacht hatte, konnte ich schliesslich über einen Hinterausgang wieder hinausgelangen. Immerhin gab es dafür im Nebengebäude noch einen Pilgerstempel für meinen Pilgerausweis.

Ein ereignisreicher Tag also – mit Hundebegleitung, wechselhaftem Wetter, einer unfreiwilligen Verlängerung des Kirchenbesuchs und dem Ziel Saint-Palais.


 
 
 

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