Pilgerbericht / Conques
- Elsbeth Kirchhofer
- 6. Juni
- 2 Min. Lesezeit
04.06.2026
Zurück im Zimmer telefonierte ich zunächst noch mit meiner Mutter zuhause.
Anschliessend galt es, nochmals einiges zu organisieren und offene Punkte für die kommenden Tage zu klären.
Schon bald war es Zeit für das Abendessen.
Auf dem Menü standen Tomaten-Mozzarella-Salat, eine Grillwurst mit Kartoffelgratin sowie zwei Kugeln Glacé zum Dessert.
Beim Abendessen lernte ich einen Pilger aus Deutschland kennen. Alle anderen Gäste am Tisch waren französischsprachig. Umso schöner war es, jemanden zu treffen, mit dem ich mich unkompliziert austauschen konnte.
Kurz darauf war es bereits Zeit für die Abendmesse. Mein neuer Mitpilger begleitete mich, sodass ich nicht alleine gehen musste.
Das Wetter meinte es dabei freundlich mit uns.
Nach der Messe und dem Pilgersegen verliessen wir gemeinsam die Kirche zur Vorstellung des berühmten Tympanons, des beeindruckenden Bogenfeldes über dem Eingangsportal der Abteikirche.
Genau in diesem Moment begann es wieder zu regnen.
Der Priester liess sich davon jedoch nicht beeindrucken. Kurzerhand holte er einen Regenschirm und setzte seine rund 30-minütige, humorvolle Erklärung fort. Immer wieder bezog er die Anwesenden aktiv mit ein, was für viele Schmunzler sorgte.
Anschliessend kehrten wir gemeinsam in die Kirche zurück.
Dort begann das angekündigte "Konzert".
Wer ein Ticket für 6 Euro kaufte, durfte die obere Empore besichtigen, während ein Priester für rund 45 Minuten auf der Gitarre verschiedene Lieder spielte.
Die besondere Atmosphäre in der abgedunkelten Kirche war kaum in Worte zu fassen.
Nach dem Konzert verliessen wir erneut gemeinsam die Kirche.
Bevor ich ging, machte ich noch einen kurzen Abstecher zu der Kerze, die ich am Mittag angezündet hatte.
Draussen hatte der Regen inzwischen nachgelassen – gerade rechtzeitig.
Nun wurde das Tympanon nochmals eindrucksvoll in Szene gesetzt. Während etwa zehn Minuten wurden die einzelnen Figuren und Geschichten nacheinander beleuchtet.
Zum Schluss erstrahlte das gesamte Bogenfeld in seinen Farben.
Ein wunderschöner Abschluss dieses besonderen Abends.
Gemeinsam mit meinem Mitpilger machte ich mich anschliessend auf den Rückweg zur Unterkunft.
Dort gönnten wir uns noch einen Schlummertrunk und unterhielten uns über unsere Familien und die Menschen, die zuhause auf uns warten.
Ein ruhiger Ausklang eines Tages, der von vielen Emotionen, schönen Begegnungen und besonderen Momenten geprägt war.
Manchmal schenkt der Jakobsweg nicht nur neue Wege, sondern auch Menschen, die den Weg für ein paar Stunden mit einem teilen. 🤍


















































































Liebe Elsbeth, ich freue mich auf Cinques, hört sich gut an... ich bin ca 4 km von Puy entfernt, noch weit weg von... lass dich umarmen.