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San Sebastián – Meer, Begegnungen und besondere Momente

Elsbeth
12. Sept.
4 Min. Lesezeit

11.09.2026


Heute ging es um 8.15 Uhr mit dem Bus von Estella weiter Richtung Küste nach San Sebastián.



Nach den ersten Tagen auf dem Camino war dies ein besonderer Wechsel: Meer statt Pilgerweg, Stadt statt kleiner Orte und trotzdem weiterhin unterwegs.


Die Ankunft in San Sebastián fühlte sich sofort besonders an. Die Stadt am Meer, die Bucht La Concha und die ersten Eindrücke des Baskenlandes machten Lust, diesen Ort zu entdecken.


Schon bei der Ankunft in San Sebastián fiel mir die elegante Puente de María Cristina auf.



Die Brücke über den Río Urumea beeindruckt mit ihren vier markanten weissen Obelisken und war mein erster besonderer Eindruck dieser wunderschönen Stadt am Meer.


Ich lief weiter zur Unterkunft: A Room In The City Hostel, checkte ein, deponierte mein Gepäck und zog mit Bikini, Badetuch, Flipflops und Sonnencreme in der Tasche gegen 11 Uhr wieder los, denn das Zimmer wird erst um 15.00 Uhr bezugsbereit sein.


Mein erster Besuch führte mich zur Catedral del Buen Pastor.




Ich fragte nach einem Pilgerstempel. Als ich meinen Pilgerausweis aus der Tasche holen wollte, fiel zuerst ein Flipflop heraus. Beim Weitersuchen fiel auch noch der QR-Code meiner Webseite auf den Boden.


Der Herr und ich mussten beide schmunzeln – laut lachen in einer Kirche wäre wohl nicht passend gewesen.


Nachdem ich den Pilgerausweis gefunden hatte, nahm er ihn mit ins Büro und brachte ihn mir zurück.


Damit erhielt ich meinen ersten Pilgerstempel von San Sebastián.


Danach ging es zur berühmten Bucht La Concha. Auf dem Weg dorthin löste ich noch die Sache mit dem verlorenen Polster.




Der Moment am Meer war besonders: Ich ging tatsächlich bis zum Kopf ins Wasser und genoss meinen ersten Atlantik-Kontakt auf dieser Reise.



Dafür hatte ich mir ein Schliessfach und eine Dusche gemietet. Nach dem Baden trocknete ich mich ab und machte eine kleine Pause.



Auch hier gab es wieder eine kleine Begegnung.


Im Wasser fragte mich jemand auf Spanisch nach der Uhrzeit und zeigte dabei auf sein Handgelenk. Ich verstand ihn zuerst nicht und sagte auf Deutsch, dass ich ihn nicht verstehe. Er zeigte nochmals auf sein Handgelenk.


Ich erklärte, dass ich keine Uhr anhabe. Dann deutete er auf mein Handy – und ich musste lachen.


Es war kurz vor 13 Uhr.


Beim Spaziergang entlang der Promenade fielen mir auch die wunderschönen Gebäude direkt an der Bucht La Concha auf.



Die eleganten Fassaden, die grossen Fenster und die besonderen Türme zeigten nochmals eine ganz andere Seite von San Sebastián – mondän, stilvoll und direkt am Meer gelegen.


Beim Palacio de Miramar genoss ich den Blick zurück über die Bucht La Concha, die Insel Santa Clara und die Stadt.



Nach dem Palacio de Miramar führte mich mein Weg weiter zur Playa de Ondarreta.



Der ruhigere Strandabschnitt am westlichen Ende der Bucht beeindruckte mich mit seinem schönen Blick aufs Meer und die umliegenden Hügel.


Von dort ging es weiter entlang der Küste Richtung Peine del Viento.


Auf dem Weg dorthin entdeckte ich auch die besonderen Öffnungen im Boden.



Durch diese Löcher kann man die Kraft des Meeres hören und spüren, wenn die Wellen gegen die Felsen schlagen. Ein kleines, allerdings beeindruckendes Detail dieses besonderen Ortes.


Ein paar Meter weiter waren die berühmten Skulpturen von Eduardo Chillida direkt an den Felsen im Meer.



Die Verbindung von Felsen, Wellen, Wind und Kunst an diesem Ort ist beeindruckend. Hier spürt man die Kraft des Atlantiks besonders.


Zum Mittagessen entschied ich mich gegen Bacalao al pil-pil, da es mir für ein Mittagessen zu viel erschien.


Stattdessen gab es Chicken Fingers und Tempura-Gemüse – genau richtig nach diesem erlebnisreichen Vormittag.



Mit dem Bus ging es zurück Richtung Unterkunft.


Ein kleines Pilgerabenteuer wartete bereits.


Nach der Ankunft im Zimmer musste ich zur Toilette. Ich nahm einfach die erste Tür zum Dusche-WC-Bereich. Nach dem Toilettengang kam mir plötzlich ein Mann entgegen. Irgendetwas fühlte sich komisch an, doch ich dachte mir zuerst nicht viel dabei.



Nach meiner Pause im Zimmer und einem kleinen Powernap wollte ich später wieder los. Dabei lief ich an der nächsten Tür vorbei und entdeckte das Schild: Ladies.


Da wurde mir klar: Ich war beim ersten Mal ganz selbstverständlich im falschen Bereich gelandet.


Eine weitere kleine Geschichte, die nur das Leben unterwegs schreiben kann. 😊


Auf dem Weg durch die Stadt kam ich noch unter anderem an einem besonderen Monument vorbei: dem Monumento al Tamborrero.



Die Figuren erinnern an die berühmte Tamborrada von San Sebastián – ein Fest, bei dem die Stadt ganz im Rhythmus der Trommeln lebt.


Danach besuchte ich die Basílica de Santa María del Coro in der Altstadt.


Die Kirche beeindruckte mit ihrem wunderschönen Innenraum, den Altären, Gewölben und den zusätzlichen Ausstellungen.



Ein kleiner Moment der Überwindung kam beim Glasboden: Im ersten Moment erschrak ich und wich zurück. Danach ging ich nochmals hin und lief ganz bewusst frontal darüber.



Auch hier erhielt ich einen Pilgerstempel – meinen zweiten Stempel von San Sebastián.


Der nächste Höhepunkt war der Aufstieg zum Monte Urgull.



Der Weg hinauf, die alten Festungsmauern, das Castillo de la Mota und die Christusstatue waren beeindruckend.



Die Belohnung war ein unglaublicher Blick über San Sebastián, die Bucht La Concha, das Meer und die umliegenden Berge.


Ein Moment zum Innehalten und Staunen.



Nach dem Monte Urgull ging es weiter zur Iglesia de San Vicente.



Die gotische Kirche mit ihren alten Mauern, dem beeindruckenden Innenraum und den vielen Details war ein weiterer besonderer Ort auf meinem Weg durch San Sebastián.


Anschliessend schlenderte ich durch die Parte Vieja, die Altstadt von San Sebastián.



Die Plaza de la Constitución mit ihren nummerierten Balkonen, die alten Häuser und die lebendigen Gassen vermittelten genau diese besondere Atmosphäre, für die San Sebastián bekannt ist.



Natürlich durfte auch ein kleiner Einblick in die berühmte Pintxos-Kultur nicht fehlen.


Bei der Bar Txepetxa fand ich zwei Pintxos ohne Anchovis – perfekt für mich.



Danach ging es weiter zur Bar Goiz-Argi. Dort probierte ich die bekannte Brocheta de Gamba, einen kleinen Garnelenspiess und Chipirones y pulpo a la plancha – kleine Tintenfische und Oktopus, gegrillt auf der Plancha.



Eine weitere kulinarische Entdeckung meines abends in San Sebastián.


Zum Abschluss ging es über den Strand zurück Richtung Unterkunft, es war bereits kurz vor 21 Uhr.



Ein Tag in San Sebastián voller neuer Eindrücke, kleiner Geschichten und besonderer Momente.


Jetzt bin ich wirklich angekommen. 🥾🤍

 
 
 

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