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Pilgerbericht / Saint-Julien-Chapteuil - Le Puy-en-Velay

  • Elsbeth Kirchhofer
  • 1. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

01.06.2026

Heute führte mich der Jakobsweg von Saint-Julien-Chapteuil zunächst zum Weiler Eynac, weiter durch das Dorf Tournecol, den Weiler Marnhac und das Dorf Boussillon bis nach Saint-Germain-Laprade.

Von dort ging es hinauf zum Montjoie auf 722 Metern über Meer. Ein besonderer Moment, denn von dort aus konnte ich zum ersten Mal in der Ferne Le Puy-en-Velay erkennen. Nach vielen Tagen auf der Via Gebennensis lag das Ziel plötzlich vor meinen Augen.

Weiter führte mich der Weg in die Vorortsiedlung Brives-Charensac. Dort gönnte ich mir einen Tacos Kebab als Mittagessen – nach den vielen Kilometern genau das Richtige. 😊

Anschliessend erreichte ich d'Aiguilhe. Natürlich durfte dort ein Besuch der berühmten Chapelle Saint-Michel nicht fehlen. Über die vielen Stufen stieg ich hinauf und liess mich mit einem Audioguide auf Deutsch durch die Geschichte dieses aussergewöhnlichen Ortes führen.

Doch damit nicht genug.

Danach ging es weiter hinauf zur Notre-Dame de France. Und mit «hinauf» meine ich wirklich hinauf. 😊 Bis zur Krone der Statue stieg ich hinauf und genoss die fantastische Aussicht über Le Puy-en-Velay und die umliegende Vulkanlandschaft. Und das alles ganz ohne Höhenangst! NLP sei Dank!

Zum Abschluss besuchte ich noch die beeindruckende Cathédrale Notre-Dame mit ihrem Kreuzgang. Ein würdiger Schlusspunkt meiner Via Gebennensis.


Die fast 200 Fotos, die heute entstanden sind, erspare ich euch. Hier im Blog gibt es nur eine kleine Auswahl. 📸


Am Ende standen heute über 24 Kilometer auf meiner Uhr, wobei rund 19 Kilometer auf dem offiziellen Jakobsweg verliefen.

Gegen 17.30 Uhr erreichte ich meine Unterkunft, die Gîte d'Étape des Capucins.


Doch Feierabend war noch nicht angesagt.


Zuerst galt es einzuchecken. Anschliessend machte ich mich auf den Weg zu La Malle Postale, wo ich hoffte, meinen Transfer zu organisieren. Leider waren die Plätze für morgen früh bereits ausgebucht.


Also versuchte ich mein Glück bei Compostel'Bus – und hatte tatsächlich Erfolg.


Zurück in der Unterkunft standen dann Duschen, Suppe kochen und Abendessen auf dem Programm. Danach musste ich mich noch um die Unterkunft für die kommende Nacht kümmern.


Erst nach dem siebten Telefonanruf hatte ich Erfolg und einen Schlafplatz gefunden.


Manchmal gehört zum Pilgern eben nicht nur das Gehen, sondern auch das Organisieren, Planen und Improvisieren.


Nun endet heute die Via Gebennensis in Le Puy-en-Velay.


Morgen beginnt ein neuer Abschnitt meines Weges: die Via Podiensis. 🤍


Ein kleiner historischer Meilenstein: Mit Le Puy-en-Velay habe ich einen der bedeutendsten Startorte des französischen Jakobswegs erreicht. Ab morgen bin ich auf der berühmten Via Podiensis unterwegs.

 
 
 

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