Pilgerbericht / Montfaucon-en-Velay - Tence
- Elsbeth Kirchhofer
- 29. Mai
- 1 Min. Lesezeit
29.05.2026
Heute führte mich der Jakobsweg von Montfaucon-en-Velay über die Weiler Les Balayes, Bronac und Les Olmes weiter Richtung Tence.
Danach passierte ich das Gehöft Le Fayard sowie das kleine Dorf La Combe. Weiter ging es über die Weiler La Brosse und Le Mounas bis ich schliesslich Tence am Fluss Lignon erreichte.
Obwohl die heutige Etappe rund 5 Kilometer kürzer war als gestern, empfand ich sie deutlich anstrengender. Vielleicht war es die Müdigkeit der letzten Tage oder einfach einer dieser Tage, an denen die Motivation etwas fehlt.
Etwa auf halber Strecke machte ich deshalb eine längere Mittagspause auf dem Waldboden. Ich zog Schuhe und Socken aus, gönnte meinen Füssen etwas Luft und ass mein Sandwich vom Vortag sowie einen Teil der Erdbeeren, die ich gestern gekauft hatte.
Solche einfachen Momente werden unterwegs plötzlich unglaublich wertvoll. Einfach sitzen, ruhig werden und kurz nichts müssen.
Die heutige Strecke war geprägt von viel Natur, kleinen Wegen, ländlichen Abschnitten und diesen typischen kleinen französischen Weilern, die fast wirken, als wäre dort die Zeit stehen geblieben.
Besonders schön war die Ankunft in Tence mit dem Fluss Lignon. Wasser hat unterwegs einfach immer etwas Beruhigendes und gleichzeitig fühlt sich ein Ort am Wasser sofort lebendiger an.
Meine heutige Unterkunft ist die Maison Marguerite.
Nach der Ankunft hiess es zuerst wie immer:
Duschen, kurz durchatmen, Wäsche und Füsse versorgen. 😊
Das Abendessen nahm ich heute extern ein. Nach vielen gemeinsamen Abendessen in Gîtes tat auch das einmal gut – einfach ruhig sitzen, essen und den Tag nochmals Revue passieren lassen.
Nicht jeder Pilgertag fühlt sich leicht an.
Aber auch genau das gehört zum Weg dazu. 🤍














































































































































































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