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Pilgerbericht von La Côte-Saint-André - Faramans

  • Elsbeth Kirchhofer
  • 22. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

22.05.2026


Heute führte mich der Jakobsweg von La Côte-Saint-André über Le Chêne, Les Charpillattes, La Barre und Le Rival weiter Richtung Gillonnay.

Bevor ich loslief, machte ich jedoch noch einen Halt in der Kirche von La Côte-Saint-André. Dort zündete ich eine Kerze im Gedenken an meinen Vater an. Ein stiller, persönlicher Moment vor dem Start in den Tag.

Danach ging es über Les Côtes, Le Bayard, Marnans und Saint-Étienne-de-Saint-Geoirs bis nach Faramans.

Ich startete heute erst gegen 10 Uhr morgens – und bereits da zeigte das Thermometer rund 22 Grad an. Entsprechend froh war ich um jeden einzelnen schattigen Abschnitt unterwegs, auch wenn diese heute eher selten waren.


Eine kleine Überraschung wartete dafür schon kurz nach dem Start:

Ein Bänkli am Wegesrand. 😊

Nach den letzten Tagen fühlte sich das fast wie Luxus an und natürlich nutzte ich die Gelegenheit gleich für eine kurze Pause.

Von den heutigen rund 11 Kilometern verliefen leider nur etwa 3 Kilometer auf Naturwegen. Der grosse Rest führte über Asphaltstrassen und befestigte Wege. Gerade bei den warmen Temperaturen spürt man das schnell in den Füssen und Knien.

Trotzdem hatte der Tag auch seine schönen Momente. Besonders gegen Ende der Etappe:

Etwa 30 Minuten vor dem Ziel gönnte ich meinen Füssen nochmals eine kleine Abkühlung im Wasser. Das tat unglaublich gut und wurde langsam zu einem kleinen Ritual auf dieser Reise.

Gegen 15 Uhr erreichte ich schliesslich meine wunderschöne Unterkunft mit herrlichem Garten. Die Gastgeber sind ein älteres Ehepaar und sprechen ausschliesslich Französisch. Ich bleibe positiv und denke, irgendwie wird es schon gehen. 😊


Besonders berührt hat mich heute die Information, dass ihr Enkel das Jordan-Syndrom hat. Solche Begegnungen zeigen mir immer wieder, wie schnell Verbindungen entstehen können – auch ohne perfekte gemeinsame Sprache.


Am Schluss des Tages blieb einmal mehr das Gefühl:

Der Jakobsweg besteht nicht nur aus Kilometern, sondern vor allem aus Menschen. 🤍


 
 
 

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